Eignungstest

Liebe Bewerbende,

alljährlich finden die Eignungstest für alle neuen Bewerber um einen Studienplatz statt. Damit ihr vorab schon mal wisst, was euch dort erwarten wird, haben wir hier die Fragen der letzten Jahre gesammelt.
Der Test hatte bisher immer die gleiche Struktur: Er besteht aus zwei Fragen mit der Gesamtpunktzahl 15.
– 1. Frage: 12 Punkte werden für eine Essayfrage (s.u.) vergeben. Dabei geht es nicht um Richtig oder Falsch, sondern darum gut begründet argumentieren zu können. Dabei hilft euch auch keine Einführungsliteratur zur Politikwissenschaft, bleibt einfach ein wenig in der aktuellen Presse auf dem Laufenden.
– 2. Frage: 3 Punkte werden für die Frage vergeben, warum ihr Politikwissenschaft (in Tübingen) studieren wollt. Das müsst ihr natürlich selbst wissen, aber zwei kleine Tipps: Schreibt erstens nie(!), dass ihr damit später Politiker werden wollt, denn das Studium der Politikwissenschaft bereitet euch nicht darauf vor. Vermeidet zweitens die Phrase “Schon seit meiner frühesten Kindheit interessiere ich mich für Politik,…”. Die hängt den Dozenten nämlich mittlerweile zum Hals heraus.

Essayfragen der letzten Jahre:

2017, Nachtermin

– Erläutern Sie das folgende Zitat, erörtern Sie es unter der Berücksichtigung der Bedeutung für die politische Praxis sowie unter Verwendung von Beispielen und positionieren Sie sich:

„Wir müssen Freiheit und Sicherheit, Vielfalt und Zusammenhalt, Wohlstand und Ökologie miteinander verbinden, statt sie gegeneinander auszuspielen.“ (Ralf Fücks)

2017, Haupttermin

– Erläutern Sie das folgende Zitat, erörtern Sie es unter der Berücksichtigung der Bedeutung für die politische Praxis sowie unter Verwendung von Beispielen und positionieren Sie sich:

„Der Populismus ist der Schatten der repräsentativen Demokratie.“ (Jan-Werner Müller)

2016, Nachtermin

– Erläutern Sie das folgende Zitat, erörtern Sie es unter der Berücksichtigung der Bedeutung für die politische Praxis sowie unter Verwendung von Beispielen und positionieren Sie sich:

„Zu glauben, dass man die demokratische Mobilisierung von Affekten vernachlässigen könnte, heißt, dieses Feld denen zu überlassen, die die Demokratie untergraben wollen“ (Chantal Mouffe)

2016, Haupttermin

–  Erläutern Sie das folgende Zitat, erörtern Sie es unter der Berücksichtigung der Bedeutung für die politische Praxis sowie unter Verwendung von Beispielen und positionieren Sie sich:

„Das jetzige Europa ist das schlimmste, was man sich vorstellen kann – abgesehen von all den anderen Europas, die man von Zeit zu Zeit ausprobiert hat.“

2015, Haupttermin

– Erläutern Sie das folgende Zitat und erörtern Sie unter Verwendung von Beispielen die Bedeutung dieses Satzes für die politische Praxis:

“Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.” (Rosa Luxemburg)

2015, Nachtermin

– Erläutern Sie das folgende Zitat, erörtern Sie es unter der Berücksichtigung der Bedeutung für die politische Praxis sowie unter Verwendung von Beispielen und positionieren Sie sich:

„Nur aus dem Begriff von Ordnung kann jener der Freiheit ruhen.“ (Klemens Lothar Wenzel von Metternich (*1773-1859))

2014, Haupttermin

– Erläutern Sie das folgende Zitat und erörtern Sie unter Verwendung von Beispielen die Bedeutung dieses Satzes für die politische Praxis:

“Eine Verfassung ist keine heilige Schrift. Eine Konstitution, die sich kaum ändern lässt, läuft Gefahr, aus der Zeit zu fallen.” (Heiko Maas)

2014, Nachtermin

– Erläutern Sie das folgende Zitat und erörtern Sie unter Verwendung von Beispielen die Bedeutung dieses Satzes für die politische Praxis:

„Die Einheit Europas war ein Traum von wenigen. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für uns alle“ (Konrad Adenauer)

2013, Haupttermin

– Erläutern Sie das folgende Zitat und erörtern Sie unter Verwendung von Beispielen die Bedeutung dieses Satzes für die politische Praxis:

“Macht aber besitzt eigentlich niemand, sie entsteht zwischen Menschen, wenn sie zusammen handeln, und sie verschwindet, sobald sie sich wieder zerstreuen” (Hannah Arendt)

2013, Nachtermin

– Erläutern Sie das folgende Zitat und erörtern Sie unter Verwendung von Beispielen die Bedeutung dieses Satzes für die politische Praxis:

„Macht und Gewalt sind Gegensätze: wo die eine absolut herrscht, ist die andere nicht vorhanden“ (Hannah Arendt)

2012, Haupttermin
– ”Wenn die Menschen Engel wären, so brauchten sie keine Regierung”(James Madison)
Erläutern und erörtern Sie.

2012, Ersatztermin:
– Erläutern Sie das folgende Zitat und erörtern Sie unter Verwendung von Beispielen die Bedeutung dieses folgenden Satzes für die politische Praxis: “Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.” (Winston Churchill)

2011, Haupttermin:
– “Eine gut funktionierende Demokratie braucht den Zusammenstoß legitimer demokratischer Positionen.” (Chantal Mouffe)
Erörtern Sie.

2011, Ersatztermin:
– Erläutern Sie das folgende Zitat, diskutieren Sie anhand von Beispielen was für bzw. gegen diese Behauptung spricht und beziehen Sie begründet Position dazu: “Jeder Staat wird auf Gewalt gegründet” (Leo Trotzki 1918 in Brest-Litowsk)

2010, Haupttermin:
– Der scheidende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat beklagt, dass sich “alle Politiker” vor “Polarisierung und Konflikten scheuen”, weil sie Angst hätten, die Mehrheitsfähigkeit zu verlieren.
Erörtern Sie.

2010, Ersatztermin:

2009, Haupttermin:
– Beschäftigen Sie sich eingehend mit mit dem folgenden Zitat Angela Merkels: „Die Staaten der EU sind zusammen stärker als allein.“

2009, Ersatztermin:
– Diskutieren Sie kontrovers das folgende Zitat: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Politik eher an die Gegenwart als an die Zukunft denkt.“

2008, Haupttermin:
– Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, behauptete in einem Interview: “Die Bürger lassen sich mehr und mehr von der Politik unterhalten statt sie mitzugestalten”. Deshalb befinde sich Deuschland “auf dem Weg in eine Zuschauerdemokratie”. Erläutern Sie, was an dieser Entwicklung problematisch sein könnte und welche Maßnahmen dem entgegenwirken könnten.

2008, Ersatztermin:

2007, Haupttermin:
– Karl-Rudolf Korte sagte “Politische Parteien sind nicht nur Problemlösungsagenturen sondern auch Machterwerbsinstrumente.” Erläutern Sie die Aussage und beziehen Sie Stellung.

2007, Ersatztermin:

2006, Haupttermin:
– Politik wird auch häufig als Kunst des Möglichen bezeichnet. Erläutern Sie dies und geben Sie zwei bis drei Beispiele an.

2006, Ersatztermin:
– Die Stabilität des Parteiensystems bedingt die Stabilität des politischen Systems. Nehmen Sie dazu Stellung.

2005, Haupttermin:
– Wenn Staaten überleben wollen, müssen sie zusammenarbeiten. Nehmen Sie dazu Stellung.

2005, Ersatztermin:

2004, Haupttermin:
– Willy Brandt sagte auf der Nord-Süd Konferenz “Wer Krieg ächten will, muss auch Massenarmut bannen” diskutieren sie.

2004, Ersatztermin:

2003, Haupttermin:
– Winston Churchill sagte “Demokratie ist die schlechteste Regierungsform, außer allen anderen.” Diskutieren Sie.

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